Ingrid Meyer-Legrand

Kriegsenkel: Endlich ankommen!

Neue Zukunftsperspektiven durch die Versöhnung mit deiner Geschichte

ca. 208 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
13,5 × 21,5 cm

Mai 2021


19,00 € (D) / 19,60 € (A) inkl. MwSt.
ISBN 978-3-95890-345-6

Neue Perspektiven aus der Reflexion der Familiengeschichte: sich selbst verstehen und das Leben selbstbewusst gestalten
 
Warum kann ich nicht ankommen? Was ist falsch mit mir? Bin ich immer noch auf der Flucht? Das sind Fragen, die sich Kriegsenkel heute stellen. Sie wollen wissen, wie es für sie weitergehen kann, in einem Job, den sie lieben, in einer befriedigenden Beziehung, im Leben. Oftmals haben sie eine vom Leid geprägte Kindheit verbracht bei Eltern, die durch Nationalsozialismus, Verfolgung, Krieg und Vertreibung als Kinder schwer traumatisiert waren. Von diesem transgenerationellen Erbe fühlen sich viele schwer belastet und machen es verantwortlich für ihre aktuelle Situation, die oftmals von einem »Immer wieder neu anfangen« und »Nie ankommen« bestimmt ist. 
 
Kriegsenkel haben aber nicht nur den Nationalsozialismus im biografischen Gepäck. Sie schauen auch auf eine Zeit zurück, die von Wohlstand, Wachstum, dem »Wagnis von mehr Demokratie« und nicht zuletzt von der politischen Wende 1989 geprägt war. Sie haben diesen Schwung genutzt, um ihr soziales Herkunftsmilieu zu verlassen und neue Lebensmodelle zu entwickeln. Dennoch sehen sich viele von ihnen in einem gesellschaftlichen »Dazwischen«. Sie vermissen die selbstverständliche
Zugehörigkeit zu ihrer Herkunftsfamilie oder einem anderen wohlverdienten Platz in dieser Gesellschaft. Viele geben sich selbst die Schuld daran, denken, sie hätten ein »psychisches Problem«. Dabei leiden sie an der Normativität von Lebensmodellen, die auf ihre bunte Biografie einfach nicht mehr zutrifft. 
 
In ihrem neuen Buch zeigt Ingrid Meyer-Legrand anhand von biografischen Fallbeispielen, wie die Erfahrungen der Kriegsenkel und die schon früh in der Familie eingeübten Kompetenzen von den Einzelnen zur Lösung ihrer aktuellen Fragen genutzt werden können. Wie kann ich endlich eine befriedigende Beziehung führen? Wie kann ich meinen Arbeitsplatz längere Zeit halten? Aber auch: Wie kann ich die Weitergabe von transgenerationellen Traumata an meine Kinder verhindern? So kann ein Ankommen endlich möglich werden.