Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan

Der Kreis

Die letzte Jesidin

Roman
ca. 432 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
13,5 × 21,5 cm

Erscheint im September 2022


24,00 € (D) / 24,70 € (A) inkl. MwSt.
ISBN 978-3-95890-532-0

Macht und Intrigen, Gewalt und Frömmigkeit, Männlichkeitskult und weibliche Kraft
 
Mitten hinein in die Wirren und politischen Umwälzungen während und nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches, in das Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Kolonialmächten wird die kurdische Jesidin Aziza geboren. Es ist die Zeit, in der das osmanische Militär, später auch fanatische muslimische Sekten mit allen Mitteln versuchen, die Jesiden zum Islam zu bekehren. Jesidische Dörfer werden angegriffen, das Hab und Gut der Einwohner gestohlen, Frauen und Mädchen versklavt. Selbst vor den Gräbern der Jesiden wird nicht haltgemacht, die Verstorbenen werden aus- und nach islamischer Tradition erneut begraben.
 
Auch Azizas Familie wird gefangen genommen und zwangsislamisiert, Aziza in den Harem des Scheichs einer islamischen Sekte verschleppt. Doch trotz allen Leids und aller Grausamkeiten, die das Mädchen erleiden muss, lässt sie sich nicht brechen und bleibt eine aufrechte Jesidin. Nachdem ihr die Flucht aus dem Harem gelungen ist, wandert sie bis zu ihrem Tod als Heilerin von einem Dorf ins andere und hilft ihren Mitmenschen – unabhängig von ihrem Glauben und ihrer Herkunft. Als sie stirbt, ist sie bereits zu einer regionalen Legende geworden, die von Muslimen, Christen und Jesiden gleichermaßen verehrt wird.
 
Entstanden ist dieser Roman nach der wahren Geschichte der Jesidin Begê Samur (1894–1956), deren Grab bei Urfa in der Türkei heute ein heiliger Ort ist, den Menschen allen Glaubens besuchen, um für Heilung zu beten.
 
- Mit der Fantasie eines orientalischen Erzählers verknüpft der Autor auf märchenhaft e Weise historische Fakten mit Fiktion und liefert tiefe Einblicke in die jesidische Kultur und Religion

- Für die Leser*innen von Rafik Shami und Michelle C. Corasanti
 
- Hochaktuell in Zeiten zunehmender kultureller und religiöser Ausgrenzung von Minderheiten