Über die Wunden der Seele und die Menschlichkeit, die am Ende heilt
Professor Hans Faul, melancholisch und einsam, ist Direktor einer psychosomatischen Klinik im ländlichen Schwarzwald. In diesem Sammelbecken für transkulturelle Leiden klagen Menschen über „wandernde Schmerzen" oder einen „fallenden Nabel" – Chiffren für ein Leid, auf das die Schulmedizin oft keine Antwort hat. Als der traumatisierte Therapeut Orhan Osman zum Team stößt, beginnt sich das Gefüge der Klinik zu verschieben. Osman versteht das Schweigen der Patienten, weil er selbst durch die Hölle gegangen ist. Doch als 200 Euro verschwinden und Verdächtigungen die Gemeinschaft vergiften, brechen alte Wunden auf. Jan Ilhan Kizilhan erzählt in einer poetischen, bildstarken Sprache von „Scherben in einem Gefäß" und der „Grammatik der Hoffnung". Ein Roman über die Wunden der Seele und die Menschlichkeit, die am Ende heilt.
- Thema der Stunde: „Transkulturelle Kompetenz" als Schlüssel zum Verständnis unserer Gesellschaft – literarisch verarbeitet als berührendes Epos.
- Einblicke in die Psyche: Für Fans von Irvin D. Yalom – therapeutische Weisheit verpackt in fesselnde Schicksale.
- Diversität und Identität: Authentische Stimmen zu Themen wie Migration, LGBTQ+ im religiösen Kontext und Trauma-Bewältigung.
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