Dr. phil. Christian Hardinghaus

Generation heimatlos

Die stille Erbschaft des Zweiten Weltkriegs

ca. 280 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
13,5 × 21,5 cm
Erscheint im Oktober 2026

26,00 € (D) / 26,80 € (A)
inkl. MwSt.
ISBN 978-3-95890-685-3

Das Schweigen der Großeltern und seine Folgen für unsere Identität
Zwischen geerbter Erinnerung und gelebter Gegenwart fragt dieses Buch, wie tief der Zweite Weltkrieg bis in die dritte Generation hinein nachwirkt. Krieg, Flucht, Vertreibung und familiäres Schweigen haben Millionen Deutsche geprägt — doch wie sehr diese Erfahrungen das emotionale, soziale und politische Selbstverständnis der Nachgeborenen formen, ist bislang kaum systematisch untersucht worden. Dr. Christian Hardinghaus erkundet den Zusammenhang zwischen transgenerationalen Traumata und dem auffälligen Verschwinden des Begriffs Heimat aus dem deutschen Selbstverständnis. Er fragt, ob und auf welchen Wegen Erfahrungen von Heimatverlust und Entwurzelung über Generationen weiterwirken — und warum Deutschland das einzige Land der Welt zu sein scheint, in dem Patriotismus als verdächtig gilt. Auf der Grundlage einer eigenen empirischen Studie mit mehreren Hundert Teilnehmenden der Kriegsenkel-Generation (Jahrgänge 1945–1990) sowie biografischer Fallgeschichten macht das Buch sichtbar, welche Muster sich zwischen familiärer Herkunft, Heimatgefühl und politischer Orientierung abzeichnen — und stellt damit erstmals eine systematische Verbindung zwischen Zeitgeschichte, Psychotraumatologie und gesellschaftlicher Gegenwart her. 
 
  • Einzigartiger empirischer Ansatz: Erstes Sachbuch zu transgenerationalen Kriegstraumata mit eigenständiger Primärerhebung — keine anderen Bücher der Kriegsenkel-Literatur arbeiten mit eigenen Daten.
  • Gesellschaftlich brisant: Die These zum Zusammenhang zwischen familiärer NS-Geschichte und heutiger politischer Orientierung ist medial anschlussfähig und wird öffentliche Debatten auslösen.
  • Breite Zielgruppe: Die gesamte Kriegsenkel-Generation (ca. 30–70 Jahre) ist potenzielle Leserschaft — das sind Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Anschlussfähig an aktuelle Debatten: Heimat, Patriotismus, kulturelle Identität und politische Polarisierung sind Dauerthemen — das Buch liefert eine historisch-psychologische Erklärung, wo andere nur Empörung betreiben.
  • Autor als Teil der Geschichte: Hardinghaus ist selbst Kriegsenkel und Enkel von Heimatvertriebenen. Diese persönliche Glaubwürdigkeit verleiht dem Buch emotionale Tiefe und Authentizität.
  • Vergleich: Was Sabine Bode für die persönliche Betroffenheit war, ist Hardinghaus für die empirische Erkenntnis: Ein Historiker, der sein Fachwissen mit eigener Datenbasis und gesellschaftlichem Mut verbindet.